Der Wettbewerb


Als am 6. März 2015 die Europäische Weltraumagentur ESA ein Projekt für Schulen, Astronomie Clubs und Wissenschaftszentren ausschrieb waren wir sofort Feuer und Flamme.
Ende Mai sollten im Rahmen der VMC Imaging Campaign tausende Fotos der Marsoberfläche exklusiv für acht Teilnehmergruppen geschossen werden. Anmeldeschluss war der 27. März, wobei wir vorschlagen mussten, was wir auf dem Mars beobachten wollten. Dazu stellte die ESA eine Animation zur Verfügung, in der die Orbits der Sonde Mars Express simuliert wurden:


An Bord der ESA Sonde würde die Web-Cam „VMC“ für die Fotos sorgen, die wir in unserem Projekt unbeschränkt verwenden konnten.
Wir wählten den Nordpol, da unser „wissenschaftliches Projektziel“ die Suche nach Leben auf dem Mars sein sollte. Unsere Freude war riesig, als wir am 27. März erfuhren, dass wir unter den 25 Finalisten waren. Bis zum 8. Mai sollte dann entschieden werden, wer wirklich „zum Mars fliegen“ würde.
Dann folgte die erste Hürde, der 13. Mai! Anstelle von acht wurden zweiundzwanzig Projekte akzeptiert – und wir waren nicht dabei!
Aufgrund der Jahreszeiten auf dem Mars – auf der Nordhalbkugel herrscht derzeit Winter – liegt der Nordpol zum Großteil im Schatten (zu ungefähr 90%). Dazu kommt noch, dass ein riesiger Staubsturm einen Teil verdeckt. Unser Projekt war schon vor dem Start zum Scheitern verurteilt.
Aber eine Chance gab es noch.
Das ESAHangout am 22. Mai, in dem jeder noch Fragen stellen konnte (Die für unsere Mission wichtige Stelle ist bei 47:25):


Der Südpol würde beim Vorbeiflug vom MarsExpress im hellen Sonnenlicht sein. Er wäre ein guter Ersatz, aber mit einem Wermutstropfen: Auf der Südhalbkugel ist jetzt Sommer und das Eis zieht sich mit jedem Tag mehr zurück.
Andererseits, das war doch, was wir für unser Projekt wollten. Als auch die ESA zustimmte, war auch unser Projekt wieder auf dem richtigen Weg.
Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti, die zu diesem Zeitpunkt an Bord der ISS weilte, twitterte über das VMCSchools Projekt:



Und am 3. Juni kamen die Fotos: 368 Bilder im JPG- und RAW-Format. Die Fotos wurden teilweise direkt übernommen und teilweise nachbearbeitet. Sie unterliegen folgender Lizenz:
ESA - European Space Agency, CC BY-SA 3.0 IGO

Doch nun genug zu den Hintergründen, kommen wir zum Projekt, das über den Menüpunkt "Artikel" erreicht werden kann.